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Info-Bereich - Diamanten


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Immer schon wurden die schönsten und kostbarsten Diamanten von den Menschen leidenschaftlich begehrt. Die Faszination dieser herrlichen Steine basiert sicherlich auch in der sagenumwobenen und schillernden Vergangenheit ihrer berühmten Repräsentanten.

Wann der erste Diamant entdeckt wurde, weiß niemand. Wohl aber weiß man, wo das geschah. Aus einem in Sanskrit ge- schriebenen Bericht des 4.Jahrhunderts v. Chr. geht hervor, daß in Indien bereits damals viel mit Diamanten gehandelt worden ist. Bis ins 18. Jahrhundert blieb Indien der einzige Produzent. Während der Diamant den Griechen unbekannt war (trotzdem geht sein Name auf das griechische "adamas" = unbezwingbar zurück), stand er infolge seiner angeblich übernatürlichen Kraft, wegen der er nicht nur als Graviermittel, sondern auch als Talisman diente, bei den Römern in hohem Ansehen.

Bis ins Mittelalter hinein hatten Perser und Araber das Monopol des Diamanthandels inne. Dadurch hatten sie einen bevorzugten Zugang zu den Steinen, so daß nur ein kleiner Teil von ihnen nach Europa gelangte. Im 13.Jahrhundert stieg Venedig zur größten Handelsmacht des Abendlandes auf, wodurch es auch das Zentrum des Diamanthandels wurde. Über die Dogenstadt kamen viele Diamanten nach Brügge, das sich zu einem berühmten Schleifzentrum entwickelte ( der Legende nach soll Lodewijk van Berckem das Schleifen erfunden haben). Nach dem Versanden des Zwin verlagerte sich die flämische Diamantindustrie nach Antwerpen.

1498 entdeckte Vasco da Gama den Seeweg nach Indien über das Kap der Guten Hoffnung, so daß Lissabon zum wichtigsten Einfuhr- hafen aufstieg. Über die vielbefahrene Strecke Antwerpen-Lissabon wurde die Scheldestadt im 16.Jahrhundert der große Handelspartner der Portugiesen, wodurch die Antwerpener Schleifereien ein große Blütezeit erlebten.

Nach dem achtzig Jahre währenden Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden konnte Antwerpen seine Stellung jedoch nicht halten und bekam vor allem in Amsterdam, später auch in London, starke Konkurrenten.

Das 18.Jahrhundert brachte eine Wende. Die indischen Minen waren erschöpft..., als durch Zufall 1725 in Brasilien diamantführende Erdschichten entdeckt wurden. Die erste Folge war eine Explosion des Marktes, da Diamanten in großen Mengen angeboten wurden und die Vorkommen sich als unerschöpflich erwiesen. Obwohl der Preis für Rohdiamanten stark zurückging, wirkte sich dies auf geschliffene Steine nicht aus.

Im Gegenteil, die Herausbildung einer wohlhabenden Mittelschicht machte Diamantschmuck beliebter denn je und ließ wahre "Diamantfabriken" entstehen. Deren Blütezeit war jedoch nur von kurzer Dauer. Der Rückgang der brasilianischen Produktion ließ die Preise zwar wieder steigen, doch herrschte in den meisten Schleifereien wegen des Mangels an Rohstoffen bald eine drückende Arbeitslosigkeit.

Als der endgültige Niedergang unabwendbar schien, fand 1866 ein südafrikanischer Bauer einen Diamanten am Oranje-Fluß, während zwei Jahre päter ein Hottentotte den legendären Stern von Afrika vom Boden aufhob. Auf einmal brach ein wahrer Diamantenrausch aus, das berüchtigte Epos von Kimberley, der Machtkampf zwischen Cecil Rhodes und Barney Barnato, bis schließlich die Zeit von Sir Ernest Oppenheimer mit dem Alleinrecht seiner Central Selling Organisation kam, die heute den Markt beherrscht und von London aus Antwerpen beliefert, das seinen Platz als Weltzentrum für geschliffene Diamanten unbedroht zurückerobert hat.

Der bekannteste unter den historischen Diamanten ist der “Koh-i-noor", übersetzt: “Berg des Lichts", der zu den Kronjuwelen eines indischen Radschas gehörte und 1852 mit 108 Karat der Zentralstein in der britischen “Queen´s State Crown" wurde.

Er wurde zum ersten Mal im Jahre 1304 erwähnt. Er wog 186 Carat und war in ovaler Form geschliffen. Der Legende nach war er im berühmten Pfauenthron des Schahs Jahan in Form eines der beiden Pfauenaugen gefasst. Während der Regentschaft von Königin Victoria neu geschliffen und auf 108,93 Carat verkleinert, ist er jetzt Teil der britischen Kronjuwelen.

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